Im Dämmerlicht kurz vor der Dunkelheit
Im seltsamen Dunkelblau
Die Berghütte verlassen
Im vollen Lauf die Sumpfwiese hinab
Bis ins Dickicht
Herzschlag dröhnt
Im Rücken die scharfen Zacken
Des weiß vereisten Berggrates
Frisch gewetzt an der untergegangenen Sonne
Keine Zeit zu verlieren
Spüre wie sie aufsteigen
Wie Nebel, der plötzlich über den Abhängen steht
Kämpfe mich durch das Geäst bergauf
Neben mir donnert der Wasserfall
Schneeschmelze aus dem Gletscher hinaus
Geröll, wie es sich lockert
Mich mitreißen wird, mich erschlagen wird
Todesstrafe Steinigung
Kurz über mir, neben dem strömenden
Meinen Geist mitreißenden Eiswasser
Ein Eingang zu einer dunklen, breiten, aber niedrigen Höhle
Wie das Fischmaul eines Seemonsters
Augenlos, blind, geduldig wartend
Auf sein Fressen, dass sich ihm in den Rachen wirft
Ein letzter verzweifelter Sprung
Der die Steine, ins Rollen bringt und den Hang mitreißt
Bäume, Sträucher, Steine, Erde, Grund
Schwerelos für einen kurzen Moment
Wie ein Uhu über, durch die Nachtwelt gleitend
Dem ohrenbetäubenden, monströsen Vernichtungsdonner entkommend
Mich mit letzter Kraft in den Eingang der Höhle ziehend
Nasser Fels, mit Flechten und Moos überwuchert
Pilsförmige flache Steintische erhellt durch weiße Kristalllichter
Sie führen in die Höhle tiefer hinein
Wie als wären sie früher der einzige Halt gewesen
Gesetzt zu der Durchquerung eines stark strömenden Flusses
Immer tiefe folge ich den magischen Lichtern in die Höhle
Bis sie sich zu einer Kuppel öffnet, in deren Mitte ein Stern strahlt
Und unter ihm, ist ein Tisch gedeckt, für zwei
Mit weißen Kerzen und weißen, rosa und roten Rosen
Die in einem handgetöpferten Krug
Mit ungarischen Blumenmuster stehen
Bleikristallene Gläser und in einer Karaffe blutroter Wein
Auf den weißen Karamikteller vor mir steht
In alter, verschlungener Schrift
Einst waren unsere Seelen eins
Dann Zwillingsseelen, doch heute Nacht
Dass du endlich lieben kannst, schenke ich Dir mein Herz
@ Andi_206
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Sonntag, 27. Januar 2013
Samstag, 8. Dezember 2012
Sinnlichkeit II
Übersinnliche Wahrnehmung
Wangenhaut, die auf einem Winterspaziergang an den Wangenknochen anfriert
Innerlich gespannt wie ein Bogen
Die Gedanken so spitz wie eine Pfeilspitze
Unter Wasser im Eiswasser
Über mir eine Eisplatte
Meterdick
Glasklar
Darüber im Fluchtlicht der Neonsterne
Eine Eistänzerin, die ihre Bahnen zieht
Ins Eis schneidet
Fragil, grazil
Sie scheut sich, mich anzusehen
Denn sie könnte mich sehen
Wenn sie mich sehen möchte
Mich begreifen möchte
Sie springt, schraubt sich in die Nacht
Und wenn sie wieder aufsetzt auf der Eisplatte
Ist es wie früher, wenn die Plattennadel vom Plattenspieler
In die klanglosen Rillen der Platte greift und der Verstärker das Rauschen verstärkt
Ich höre ihr Herz klopfen
Sie ein- und ausatmen
Und plötzlich höre ich ihre Gedanken
Sie denkt nicht, sie singt
Ich höre sie singen und in ihren Worten
Liegt all die Hoffnung und all die Angst
Ineinander verflochten, wie die unentflechtbaren Verpflichtungen
Die uns beide an unsere von einander getrennten Leben binden
Trennen
Wie Stacheldrahtzäune paradiesische Landschaften
Wie Staustufen
Die den Lauf des Wassers unnatürlich unterbinden
Und doch ist da dieses übersinnliche Gefühl
Wie feine Wurzeln, die ineinander wachsen, sich verbinden
Unüberwindliches überwinden können
Wurzelgeflechte im schwerelosen Raum
Der eigentlich nicht existieren dürfte, weil da Nichts sein sollte
Doch nun ist da im Nichts ein geheimer Raum entstanden
Voller Sinnlichkeit
Und Möglichkeiten
© Andi_206
Wangenhaut, die auf einem Winterspaziergang an den Wangenknochen anfriert
Innerlich gespannt wie ein Bogen
Die Gedanken so spitz wie eine Pfeilspitze
Unter Wasser im Eiswasser
Über mir eine Eisplatte
Meterdick
Glasklar
Darüber im Fluchtlicht der Neonsterne
Eine Eistänzerin, die ihre Bahnen zieht
Ins Eis schneidet
Fragil, grazil
Sie scheut sich, mich anzusehen
Denn sie könnte mich sehen
Wenn sie mich sehen möchte
Mich begreifen möchte
Sie springt, schraubt sich in die Nacht
Und wenn sie wieder aufsetzt auf der Eisplatte
Ist es wie früher, wenn die Plattennadel vom Plattenspieler
In die klanglosen Rillen der Platte greift und der Verstärker das Rauschen verstärkt
Ich höre ihr Herz klopfen
Sie ein- und ausatmen
Und plötzlich höre ich ihre Gedanken
Sie denkt nicht, sie singt
Ich höre sie singen und in ihren Worten
Liegt all die Hoffnung und all die Angst
Ineinander verflochten, wie die unentflechtbaren Verpflichtungen
Die uns beide an unsere von einander getrennten Leben binden
Trennen
Wie Stacheldrahtzäune paradiesische Landschaften
Wie Staustufen
Die den Lauf des Wassers unnatürlich unterbinden
Und doch ist da dieses übersinnliche Gefühl
Wie feine Wurzeln, die ineinander wachsen, sich verbinden
Unüberwindliches überwinden können
Wurzelgeflechte im schwerelosen Raum
Der eigentlich nicht existieren dürfte, weil da Nichts sein sollte
Doch nun ist da im Nichts ein geheimer Raum entstanden
Voller Sinnlichkeit
Und Möglichkeiten
© Andi_206
Samstag, 17. November 2012
Herz aus Steinkohle
Vergangenheit hinter sich verschüttet
Wie ein Bergstollen tief in den Berg hinein
Rinnsale an Wasser plätschern durch die Ritzen
Klares Quellwasser dunkelschwarzer Nacht
Herz aus Steinkohle in sich glühend
Ein Hauch, ein Flüstern von ihr reichte aus
Und es wurde zur rötlich tagenden Sonne
Kreisrunde Scheibe durch den weißen Nebelschleier
Gedanken soweit zurück geschürft
Sogar wieder ihren Lippenstift geschmeckt
Sie gespürt, sie gefühlt, wie sie sich anfühlte
In diesen Nächten voller unglaublicher Intensität
© Andi_206
Wie ein Bergstollen tief in den Berg hinein
Rinnsale an Wasser plätschern durch die Ritzen
Klares Quellwasser dunkelschwarzer Nacht
Herz aus Steinkohle in sich glühend
Ein Hauch, ein Flüstern von ihr reichte aus
Und es wurde zur rötlich tagenden Sonne
Kreisrunde Scheibe durch den weißen Nebelschleier
Gedanken soweit zurück geschürft
Sogar wieder ihren Lippenstift geschmeckt
Sie gespürt, sie gefühlt, wie sie sich anfühlte
In diesen Nächten voller unglaublicher Intensität
© Andi_206
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