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Samstag, 2. März 2013

Leichte Euphorie

Von der verbotenen Blume gekostet
Die Entwöhnungsphase erst jetzt als solche empfunden
Als hätte ich mein innerstes mit Styroporkugeln ausgestopft gehabt

Die inneren Feuer brennen und jeder Flammenkern ist bläulich voll unendlicher Hitze
Fresssüchtig und wird die Gier nicht gestillt, werde ich mich selbst auffressen
Außer die Disziplin und Vernunft siegen erneut

Unbewusste Konflikte, Krieg, unsichtbar von außen, meist unerkennbar für mein Bewusststein
Instinkte und Erfahrungen, abgestumpft und veraltet, möglicherweise vergeudet
Es ist der Verzicht, die Unnatürlichkeit der ungewollten Entsagung, des Himmels Frieden und der Ordnung willen

Doch das Unbewusste will ein zweites Leben, um das versäumte Geschehen zu lassen
Es spricht durch Träume zu mir, die mein Geist und meine Schlaflosigkeit nicht mehr zu unterdrücken vermögen
Ich habe entschieden, was zu entscheiden war, nun läuft die Zeit für mich und ich spüre leichte Euphorie


© Andi_206



Samstag, 9. Februar 2013

Tausendender

Aus dem Dickicht unter den dunklen Bäumen trat es hervor
Und sein Blick fuhr in mich und ich schaute durch seine Augen
Fühlte sein Wesen, tief und alt, mächtig und stark
Die Zeit blieb zwischen zwei Herzschlägen stehen

Wie es wandelt durch meinen Geist, Erinnerungen freilegt
Tiefer und tiefer sich in mich gräbt
Ohne Rücksicht, ohne Erklärung, meine Leben
Meine Seelenscheiben durchblickt

Nach einem Augenzwinkern im Zeitraffer
In die Schatten verschwunden ist
Tief im Unterbewusstsein seine Spuren hinterließ
Ohne dass ich es begreifen kann, völlig macht- und wehrlos


© Andi_206


Mittwoch, 28. November 2012

Unmenschliches blau

Beinahe ein unmenschliches blau
Fremdartig intensiv, anziehend
Wie fremde Planeten, die mich anschauen

Sehr nah vor mir
Als wäre ich im Landeanflug
Und sie in stiller Erwartung

Wie eine Welle, die auf einen Strand zuläuft
Palmen, die sich leicht in der Brise wiegen
Gischt, Schaumkronen, durch blaue Wände tauchen

Verbunden sein, ein Mitenander sofort erkannt
Jetzt ein Abschiednehmen, ihr Wunsch ist erfüllt
Die Sehnsucht steigt auf in ihr

Ich biete ihr meine Zeit an, soviel sie davon will
Wann sie will, wo sie will
Und ihre rosa Lippen formen ein "bleibe"

© Andi_206