Montag, 16. Dezember 2013
Stieren
STIEREN
Echos ungehört, unerwiedert
Nahe am Abgrund
Saugender Strom
Elegant und geräuschlos
Niemand zu spüren
Unbeseeltes Ufer
Das andere Ufer im Nebel
Schroffe Felsen, bös' gezackte Fratzen, leblos
Grimassen schneiden
Dem Schreien weichen Tiergeräusche
Herausgelockt aus dem Innersten, Urinstinkt
Erbgut explosionsartig großgezogen
Im Schneckenhaus nach etlichen Windungen
Ist die Welt wie sie war, vergessen
Und ihr Rauschen unwirklich
Ihr Licht verändert
(c) Andi_206
Samstag, 7. Dezember 2013
Scherenschnitt
Vom Schatten eingefangen
Geräuschlos
Seine Dunkelheit steht zwischen mir und dem Licht
Er schneidet mich aus
Es tut nicht weh
Trennt meine Gedanken
Wie Licht das durch die dichten Baumkronen bricht
Feine Lichtnetzte
Die mich benetzten, weich wie vom Tau feuchtes Moos
(c) Andi_206
Geräuschlos
Seine Dunkelheit steht zwischen mir und dem Licht
Er schneidet mich aus
Es tut nicht weh
Trennt meine Gedanken
Wie Licht das durch die dichten Baumkronen bricht
Feine Lichtnetzte
Die mich benetzten, weich wie vom Tau feuchtes Moos
(c) Andi_206
Mittwoch, 4. Dezember 2013
Wunsch
Das Bedürfnis nach Körperlichkeit
Schließt den Geist ein
In Vorstellungen
Von Berührungen
Die wie Träume sich nicht
Echt anfühlen können
Worte genügen nicht
Körperlicher Kontakt, reales spüren
Danach sehne ich mich bei ihr
(c) Andi_206; 16.08.2013
Schließt den Geist ein
In Vorstellungen
Von Berührungen
Die wie Träume sich nicht
Echt anfühlen können
Worte genügen nicht
Körperlicher Kontakt, reales spüren
Danach sehne ich mich bei ihr
(c) Andi_206; 16.08.2013
Montag, 2. Dezember 2013
Die Gazelle
I.
Grazil wie eine Gazelle
Wie Schilf, das im Wind wiegt
Straff gespannt wie ein Bogen
Jede Bewegung voller Energie
Und Leichtigkeit
Wie das Glitzern des Seewassers, das Funkeln
Das Lebenselixier, in Millionen kleinen Wellen
Im Spiel mit dem zart streichelnden Wind
Zeichnet sie sich ab, gegen das Licht
II.
Wie sie mein Aufsehen erregt
Meinen Blick bannt, mich zwingt
Sie zu fixieren
Die Luft flirrt
Sie ist heißer als die Sonne
Aus ihr schlägt das Höllenfeuer eine Feuersäule
Züngelnde, lodernde Lockversuche
Sie will mich, als wäre ich gezeichnet, gebrandmarkt
Ihr gehörig, mein Ich ein Holzscheid in ihrer unersättlichen Glut
(c) Andi_206; 6. August 2013
Grazil wie eine Gazelle
Wie Schilf, das im Wind wiegt
Straff gespannt wie ein Bogen
Jede Bewegung voller Energie
Und Leichtigkeit
Wie das Glitzern des Seewassers, das Funkeln
Das Lebenselixier, in Millionen kleinen Wellen
Im Spiel mit dem zart streichelnden Wind
Zeichnet sie sich ab, gegen das Licht
II.
Wie sie mein Aufsehen erregt
Meinen Blick bannt, mich zwingt
Sie zu fixieren
Die Luft flirrt
Sie ist heißer als die Sonne
Aus ihr schlägt das Höllenfeuer eine Feuersäule
Züngelnde, lodernde Lockversuche
Sie will mich, als wäre ich gezeichnet, gebrandmarkt
Ihr gehörig, mein Ich ein Holzscheid in ihrer unersättlichen Glut
(c) Andi_206; 6. August 2013
Labels:
Bann,
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Feuer,
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Verlockung,
Wellen,
Wind,
zart
Samstag, 27. Juli 2013
Doppelmonde
Als der Tag in Unordnung geriet
Keine Antwort von Dir
Kugelrunder Stein
Du denkst doch an mich
Und wieder wenn man uns beide sieht
Sehen alle, was ich spüre
Und Du auch, doch trotzdem
Nimmst Du mich nicht mit zu Dir nach Hause
Dadurch gerät alles in Unordnung
Obwohl es doch gerade nicht ins Chaos führen soll
Alle Anstrengung die Metallkungeln, die aufeinander zu fliegem
Die Physik der gegenseitigen Anziehungskraft
In Stillstand zu versetzen oder abzulenken
Dass sie wie Monde sich umrunden
Doppelmonde, die sich küssen
Sacht und zärtlich, träum
© Andi_206
Dienstag, 16. Juli 2013
Domina
Jahre zurûck
Mit den Gesichtern und Körpern von heute
Aus dem Fenster kein Ausblick
Dunkle Nacht
Im Raum fehlen bekannte Wesen
Da sind nur wir zwei
Und es ist unausweichlich
Wie ein Mechanismus, der in Gang gesetzt wurde
Durch diese seltsame Konstellation
Menschliche Kettenreaktion
Anfänglich gegen ihren Willen
Pflücke ich ihre Früchte
Ihren prallen Erdbeermund
Knackig Kirschfarben
Bis sie selbst anfängt, ihren Obstbäum zu schütteln
Den Mund öffnet, sich öffnet, es will, mich will
Und ich die Kontrolle verliere in dieser surrealen Zeit-Raum-Konstellation
Sie übernimmt die Führung und bestimmt die Situation
Als gebe es ein Drehbuch, wie tief die Zungenküsse sein müssen
Sie treibt mich, dominiert von ihrer ausgebrochenen Leidenschaft, mit Peitschenhieben an
© Andi_206
Donnerstag, 4. Juli 2013
Schuppenpanzer
Ohne Schlaf
Ohne Müdigkeit
Musik hören
Neue Lieder
Wirre Gedanken
Wie Seitem einer Zitter
Hohes Gras
Klapperschlangen rasseln
Wolken, die flüstern
Häuserschluchten
Innenhöfe
Die ins Dunkel führen
Glattpolierte Steinböden
Völlig umsonst gepflanzte Olivenbäume
Die ohne Sonnenlicht verkümmern
Schlaflosigkeit
Nachtmensch
Voller Träume
Im Kopf die Wüste
Sengende Gedanken
Kreise wie Wellen
Auf einer sonst glatten Wasseroberfläche
Überschlagende Gedanken
Gedankenkettenreaktionen
Ohne Lebensechtheit
Mit so viel Lebenswille
Veränderungen herbeigesehnt
Gebetet
Visualisiert
Realisiert
Jetzt voller Melancholie
Bild für Bild
Eine Riesencollage des Daseins
Welche verloren gehen wird
Gegen das Vergessen
Das Verlassen
Das Nicht mehr da seins
Und dagegen nichts mehr tun können
Weil am anderen Ende der Veränderung
Das Neue Ich wartet
Wie eine Hülle einer Häutung
In die ich hineinwachsen werde
Schuppenpanzer eines rostfarbenen Drachens
© Andi_206
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